Rondeau Produktion ROP626061 (© 2024)

Franz Liszt: Christus. Oratorium für Soli, Chor, Orchester und Orgel S3

Collegium Vocale Leipzig | Philharmonischer Chor Dresden - Einstudierung: Gunter Berger
Merseburger Hofmusik (auf Instrumenten historischer Mensur) - Konzertmeisterin: Eva Salonen
Denny Wilke, Orgel

Susanne Bernhard, Sopran
Kathrin Göring, Alt
Hugo Mallet, Tenor
Tobias Berndt, Bariton

Leitung: Michael Schönheit


Michael Schönheit zählt seit langem zu den bedeutenden Liszt-Interpreten Deutschlands. Seine Auseinandersetzung mit Liszts Orgelwerk etwa als Organist und Mentor der Ladegast-Orgel des Merseburger Doms beispielsweise fand auch international Beachtung.

Schönheits Wirkungsfeld und Schaffensbereich als Dirigent, Instrumentalist, Lehrer, Mentor und Anreger sind ebenso wie sein musikalisches Repertoire immens. Es ist daher ein großer Glücksfall, dass ein so vielseitiger Musiker sich für Liszts umfangreiches und anspruchsvolles Oratorium »Christus« einsetzt.

Inzwischen gibt es einige, im Verhältnis zur Bedeutung des Werks jedoch verhältnismäßig wenige Aufnahmen des Christus-Oratoriums. Das insgesamt mehr als zweieinhalbstündige Werk für Orchester, Chor, Solisten und Orgel fordert in der Tat auch große Anstrengungen aller Beteiligten.

Eine Einspielung mit Instrumenten historischer Mensur am historischen Ort – dem Merseburger Dom St. Johannes und St. Laurentius – mit seiner romantischen Ladegast-Orgel - das allerdings ist schon einmalig.

Michael Schönheit versteht es, das aus drei Teilen und einzelnen Stücken bestehende Werk in einen großen Zyklus zusammenzubinden, ausgeführt von hervorragenden Kräften, die hier sämtlich hervorgehoben werden müssten. Stellvertretend für das hohe Niveau seien die beiden Chöre genannt – Collegium Vocale Leipzig und Philharmonischer Chor Dresden. Unter den Solisten beeindruckt insbesondere Tobias Berndt (Die Seligpreisungen, Tristis est anima mea).

Vielleicht hat man diesen nicht nur für Liszts Spiritualität und Religiosität, sondern auch für die Kirchenmusik des 19. Jahrhunderts insgesamt so zentralen Zyklus, nie so konzentriert, so spannend und nie so transparent gehört. Ein Muss für jede Liszt-Sammlung, die auch durch das mit Aufsätzen zum Werk und zum historischen Intsrumentarium hervorragend ausgestattete Beiheft bestens erweitert wird.

MS

 


 Zur Aufnahme beim Label Rondeau

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